Archiv              News 2014                   News 2013                  News 2012                      News 2011


Philipp dreht

mehr lesen

Wer zuletzt lacht

mehr lesen

Live-Hörspiel: "Giesing - die unterschätzte Unterführung"

mehr lesen

Die amüsante Lesung - ELLING.

 

 

Am Freitag, 16. Dezember bringt das Ensemble La Vie e.V. im Rahmen der Lesereihe ÜBER-LEBEN das Stück ELLING als Live-Hörspiel auf die Bühne
des Kulturzentrums Giesinger Bahnhof.

Ich freue mich, der Figur des Kiel Bjarne meine Stimme zu leihen.


Alle weiteren Infos sowie Karten gibt es hier.

Ü b e r - Leben. Eine szenische Lesereihe


mehr lesen 0 Kommentare

Best of inside Phil - Februar 2016

mehr lesen

Best of inside Phil - Januar 2016

mehr lesen 0 Kommentare

Von großen und kleinen Schritten

Auszüge aus „YOLO - Das Don`t Dream it Be it der Generation 3.0“ (Arbeitstitel)

mehr lesen 0 Kommentare

Wiederaufnahme: Giesing - das unterschätzte Viertel (2016)

mehr lesen 0 Kommentare

Gutes Neues Jahr

A ausgfoiner Stoa - mit Widmung von Hansi Kraus
A ausgfoiner Stoa - mit Widmung von Hansi Kraus

Wenn auch mit ein paar Tagen Verspätung möchte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, den Besuchern meiner Website ein gesundes, erfolgreiches und spannendes Jahr 2016 zu wünschen.

 

Ich habe zusammen mit dem Niedertrachtig-Ensemble in Neue Jahr auf der Bühne reingefeiert und freue mich auf weitere wunderbare Vorstellungen an der Iberl Bühne!

Daher ein ganz großes Danke an Melanie, Rupert, Rudi, Hansi - und ein ganz besonderer Dank an Dominik :-)

Euer Philipp


0 Kommentare

Best of inside Phil - Dezember 2015

mehr lesen 0 Kommentare

„Dahoam is Dahoam“ goes Youtube

mehr lesen

Best of inside Phil - November 2015

mehr lesen 0 Kommentare

Auf den Punkt gebracht.

mehr lesen 0 Kommentare

Sag zum Abschied leise Servus...

Seit Sonntag, 08.11., ziert diese Impression aus unserer Performance die Eingangstüren des Giesinger Bahnhofs. Foto: Paul Voigt
Seit Sonntag, 08.11., ziert diese Impression aus unserer Performance die Eingangstüren des Giesinger Bahnhofs. Foto: Paul Voigt

 

Giesing - das unterschätzte Viertel ist seit gestern abgespielt. Es war eine wunderbare Wiederaufnahme mit einem wunderbaren Team.

Aus dem Leben gegriffene Geschichten erzählen, Bilder und Erinnerungen schaffen - das ist es, was ich gerne mit voller Leidenschaft mache. 

 

 

Es wird Zeit, neue Wege zu beschreiten.


"Geheimsache Igel" auf dem JuKi-Festival München

mehr lesen

FEIGLING. eine Wiesn-Kurzgeschichte

mehr lesen 0 Kommentare

"Grünwald Freitagscomedy" mit 80.000 Fans

mehr lesen

Mein Betrag zum "SMS: Love Shorties"-Festival 2015

mehr lesen 0 Kommentare

NIEDERTRACHTIG: Gastspiel am Volksfest Lauterhofen

Foto: Hans Braun, Mittelbayerische Zeitung
Foto: Hans Braun, Mittelbayerische Zeitung
mehr lesen

Rollenpremiere: Steffen Wintermann (Citythriller)

Vergangenen Sonntag hatte ich meine Rollenpremiere als Steffen Wintermann im Citythriller-Fall "Mord am Museum".
Seit 2011 spiele ich für die Kölner Krimi-Event-Firma unter der Leitung von Rosi und Andi Wagner.
Zwei Fälle ("Giftcocktail", "Mord am Museum"), insgesamt fünf Rollen und jede Menge Spaß.
Citythriller ist ein Format, in dem ich meine Impro-Fähigkeiten stetig weiterentwickeln und die Psychologie meiner Figuren immer wieder neu entdecken und verfeinern kann. 

 

Ein Spielplatz für jeden Schauspieler - und ein fantastisches Team!

mehr lesen

Das war "Giesing - das unterschätzte Viertel"

mehr lesen

Zufallsbegegnungen. Eine Kurzgeschichte.

mehr lesen

Uraufführung: Giesing - das unterschätzte Viertel

mehr lesen

Die Magie des Schauspielers

mehr lesen 0 Kommentare

"Science Fiction Double Feature". Ein Song - viele Interpretationen

mehr lesen 0 Kommentare

Kritik: "Elisabeth - das Musical" im Deutschen Theater München

mehr lesen 0 Kommentare

Filmrezension: "Starry Eyes"

Hollywood meets „Martyrs“ meets „Rosemary’s Baby“ meets „Sunset Boulevard“ meets „Frankenstein“ meets „Dracula“ meets „Metropolis“.

Was bist Du bereit aufzugeben, um Dich zu verwirklichen?

Diese Frage zieht der gerade vor zwei Stunden auf Netflix erschienene Horror-Film konsequent durch.

mehr lesen 0 Kommentare

Hörtipp: "ich rede" von Isabel Garcia

mehr lesen 1 Kommentare

Kritik: „The Rocky Horror Show" im Deutschen Theater München

mehr lesen 0 Kommentare

Buale is back!

mehr lesen

Happy Birthday, Spielshow

mehr lesen

"Absolutio - Erlösung im Blut" auf DVD erschienen

mehr lesen

Auf ein spannendes, kreatives und gesundes Jahr 2015!

0 Kommentare

Neue Portraits

mehr lesen

"13 Himmel" im Handel erhältlich

mehr lesen

Liebeserklärung an die Spontaneität

mehr lesen 0 Kommentare

Mutig sein

0 Kommentare

Das Leben ist ein Lied. - von Philipp Wimmer

mehr lesen 0 Kommentare

So läuft es im Gewerbe :-)

Tja, Schauspieler sind arme Schweine, wie dieses Schild beweist :-)
Aus jahrelanger Dinnertheater-Erfahrung weiß ich, dass die niedrigsten Bedürfnisse wie Essen ("Boah, schau mal das Catering an! Alles für uns!") und Schlafen ("Ey, in meinem Hotelzimmer steht sogar ein Bett!") schnellstmöglich befriedigt werden müssen, damit der Schauspieler an sich zufrieden ist.

Gage wird da total überbewertet!

"Stell Dir vor, ich hab endlich mal wieder ein Enment!"

"Du meinst wohl Engagement?"
"Ne ne, Gage ist keine dabei!"

 

oder

 

"Hey Kollege, schon warm gegessen?"
"Ja, schon öfters mal!"

 

sind nicht umsonst die populärsten Witze unter Kollegen :-)

Aber dass Kollegen ihre Dienstunterwäsche einkassieren ist mir neu!

Danke an Sebastian Krawczynski für das Bild via Facebook! 

0 Kommentare

Philipp im Kino

mehr lesen 0 Kommentare

Kinopremiere

Der 2011/2012 gedrehte Indie-Horrorfilm "Absolutio - Erlösung im Blut" feierte am 05. Oktober 2013 um 18 Uhr seine Kinopremiere im Werkstattkino München.

Als Anwalt Thomas liefere ich hier eine der härtesten Szenen, die ich bislang spielen durfte. 

Regie führte Philip Lilienschwarz.

Mehr über den Film auf der offiziellen Facebook-Seite.


Am 11. Oktober 2013 lief "Absolutio" auf dem INDIGO Filmfest.

mehr lesen 0 Kommentare

Philipp "Dahoam"

mehr lesen 0 Kommentare

Das Jahr der Fortbildung und Weiterentwicklung

© Materne Training, Andreas Materne
© Materne Training, Andreas Materne


Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

(Philip Rosenthal, Unternehmer, *1916)


Um mich selbst und meine Fähigkeiten als Kommunikationstrainer weiterzuentwickeln, entschied ich mich 2013 zu einer Trainer- und Coachausbildung bei Materne Training, München.



Es ist mir sehr wichtig, mein Wissen und Handwerk ständig weiter zu entwickeln, und das Training fordert und fördert diese Entwicklung.

0 Kommentare

Auszeichnung

Der im Dezember 2011 gedrehte Social Spot "Organspende: Warten auf den Bus" war shortlisted beim Comprix 2012 und hat Silber bei den IndiGENIUS Awards 2012 in Tokio erhalten.


Regie: Tom Fährmann

Produzenten: Dowsing & Leonard 

Auftragsarbeit für Serviceplan Health & Life

mehr lesen 0 Kommentare

Gestatten: Brecht, Jo Brecht.

mehr lesen 0 Kommentare

"Du bist Schauspieler, kannst Du auf Knopfdruck weinen?"

Wie oft habe ich die oben genannte Frage schon gestellt bekommen...

Und, hier meine allgemeingültige Antwort: Nein, kann ich nicht.

Jedenfalls nicht immer.

 

Was aber passiert im Kopf eines Schauspielers, wenn er auf der Bühne steht? Kann man, und wenn ja - WIE kann man Emotionen einfach so erzeugen oder hochholen. Und wie sieht die "optimale" Methode dazu aus?

mehr lesen 0 Kommentare

Film-Rezension: "Love Life" - "Mitten ins Gesicht" der Buchvorlage

Im Oktober 2012 habe ich erfahren, dass eines meiner Lieblingsbücher, “Mitten ins Gesicht"

von Kluun unter dem Titel “Love Life" verfilmt wurde und im deutschen Kino lief.


Via Lovefilm habe ich mir nun den Film geholt und gestern Abend angeschaut.


Ganz ehrlich? Der Film traf mich wirklich “mitten ins Gesicht”. Aber extrem negativ.


Was haben sich die Macher dabei gedacht?

Das Buch erzählt aus Sicht des Protagonisten das letzte Jahr des Lebens seiner unheilbar krebskranken Frau, und wie die Krankheit die Ehe belastet. Er stürzt sich ins Amsterdamer Partyleben, geht fremd, sucht sich eine Affaire… um Trost zu finden, um seinen Schmerz zu ertragen.

Die beiden trennen sich, raufen sich wieder zusammen, und halten sich an das Kredo “Bis dass der Tod uns scheidet”.

Man kann Stijns Gefühle und Handlungen zu einem gewissen Grad nachvollziehen, man ist “live” dabei in seiner Gefühlswelt.

mehr lesen 0 Kommentare

Vergiftet!

mehr lesen

Jobangebote zum Kopfschütteln

Und man findet immer einen, der es macht.
Und man findet immer einen, der es macht.
0 Kommentare

Philipp bei "Akzenzeichen xy ... ungelöst"

Am Mittwoch, 27.03. bin ich in der Episode "Schwerer Raub auf Tankstelle" um 20.15 Uhr im ZDF als Beamter zu sehen.


Regie führte Bettina Braun.


Das Casting besorgte Gilla Pallmann.

0 Kommentare

Das Waffenarsenal auspacken!

Kollege und Freund Marco Mehring spricht wahre Worte.

"Keine Gage - aber garantiert Tape", verspricht das Jobangebot.

Seine Antwort: "Fuck, wieder die Axt auf dem Nachttisch liegen lassen!"

Ich habe mir selbst schon für "Job"-Ausschreibungen dieser Art ein ganzes (verbales) Waffenlager zugelegt.

Es ist doch immer wieder erschreckend, wie wir Schauspieler und Künstler uns unter Wert verscherbeln. Eigentlich dürfte man diese "Keine Gage, aber garantiert Tape und Catering"-Angebote nicht annehmen.
Doch wie sonst kommt man zügig an Demomaterial?

mehr lesen 0 Kommentare

Die Kraft des Theaters

Seit über einem Jahr bin ich in das Gewaltpräventionsprojekt "Geheimsache Igel" als Schauspieler involviert.

Das von Olaf Kräkte initialisierte Projekt richtet sich speziell an Kindergartenkinder und Grundschüler und soll ihnen vermitteln, in bedrohlichen Situationen "Nein" zu sagen.

mehr lesen 0 Kommentare

Orffs Hexen rocken das Kloster Andechs

mehr lesen 0 Kommentare

Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Treffen sich 2 Schauspieler.
"Und wie gehts Dir?"

"Super, hab seit Ewigkeiten mal wieder ein Enment!"

"Du meinst ein Enegagement?!"

"Neenee, Gage ist nicht dabei!"

 

Witz oder Realität?

Wenn man sich auf den Foren bei Crew United oder Theaterjobs umsieht, dann wird schnell klar, dass sich die Realiät immer mehr verschiebt.

 

Was kennt Ihr noch so für Schauspielerwitze, liebe Kollegen?

0 Kommentare

Besprechung: "Orlando" mit Katrin Wunderlich

mehr lesen 1 Kommentare

Offener Brief an junge Leute, die am Broadway spielen möchten

Download
An Open Letter to Aspiring Broadway Perf
Adobe Acrobat Dokument 53.3 KB
mehr lesen 1 Kommentare

Rollenausschreibungen, wie sie NICHT sein sollten

mehr lesen 0 Kommentare

See Actors acting

Was ist "Schauspiel" ?

Nein, die Frage ist: "Was ist Acting"?
Denn (dazu aber später mehr) das Wort "Schauspiel" ist meiner Meinung unpassend und ich distanziere ich mich immer mehr davon.

 

Eine kleine, nonverbale Antwort auf die Frage findet man unter anderen bei der NY Times in ihrem Beitrag "Fourteen Actors Acting". Unbedingt ansehen. 

Und hier noch der legendäre Klaus Kinski über den Beruf "Schauspieler":

 

0 Kommentare

Rollenvorbereitung: Drew Sarich

0 Kommentare

Aberglauben im Theater

Aberglauben ist in wohl keinem anderen Beruf so verbreitet wie im Theater. Jeder, der dort arbeitet, hat seine kleinen Regeln, an die er sich hält. Andernfalls könnte die anstehende Vorstellung ziemlich unangenehm werden. Glaubt er.Aber warum nehmen Schauspieler diese "Regeln" so ernst?
Einer der bekanntesten Aberglauben sowohl im Profil- als auch Amateur-Bereich ist die Tatsache, dass man niemals "Viel Glück" wünscht. Eine harmlose, nett gemeinte Phrase, die es auf alle Fälle zu umgehen gilt. Sollte ein Ahnungsloser einem Schauspieler vor der Vorstellung "viel Glück" wünschen, darf dieser niemals mit "Danke" antworten, sondern mit einem "Wird schon schiefgehen"!

 

Um zu erklären, was es damit auf sich hat, muss ich vorausschicken, dass in Theaterhäusern, auf Bühnen sogenannte "Geister" umgehen (ein weiterer Aberglaube, den ich vielleicht ein anderes Mal erkläre). Geister von verstorben Autoren, Seelen von Figuren aus den gespielten Werken (der bekannteste Geist im Theater ist wohl Shakespeare`s Macbeth, dessen Namen viele gar nicht aussprechen), oder einfach die Seelen von großen Schauspielern, die auf der Bühne verstorben sind.
Diese Geister sind, wie in Shakespeares Werken oft beschrieben, Schabernacktreiber, die Dinge umkehren und sich Scherze erlauben. So verdrehen sie eine einfache Phrase wie "viel Glück" zu "viel Pech", und es "wird passieren", dass der Schauspieler hoffnungslos auf der Bühne versagt.
Eine Möglichkeit, sich zu schützen und trotzdem viel Glück und Erfolg zu wünschen, besteht darin, dass man den Sachverhalt einfach umdreht:
Statt Glück wünscht man "Hals- und Beinbruch", und der Akteur antwortet - in freudiger Erwartung - mit "Wird schon schiefgehen". Das verwirrt die Geister und sie bringen dem Schauspieler Glück statt Unglück.
Klingt verrückt? Hey, wir sprechen hier von Schauspielern! :)
Der Ausdruck "Hals- und Beinbruch", oder im Englischen "Break a leg" genannt, kommt ursprünglich aus dem Elisabethanischen Zeitalter. Zu Shakespeares Zeiten gab es verschiedene Applaus-Anordnungen, je nachdem, wie lange das Publikum klatschte. Erst bei der dritten Verbeugung kam das sogenannte "breaking leg" dazu, das Einknicken des Beines nach hinten (wie man es bei Hofe machte).
Eine weitere Theorie besagt, dass sich die Zweitbesetzungen hinter der Bühne einen "Hals- und Beinbruch" der Erstbesetzungen wünschen, damit auch sie endlich mal zum Zuge kommen ;-)

 

Zum Schluss sei noch die englische Theorie zur Phrase "Break a Leg" erwähnt, bei der es heisst, die Schauspieler würden beim Schlussapplaus so dermaßen wild auf die Bühne rennen, dass sie die Enden des herunterfahrenden Vorhangs, quasi seine "Beine" / "Legs" durchbrechen.
Sie können gar nicht anders, weil das Publikum sie so frenetisch feiert und immer wieder auf die Bühne zurückruft.

 

In diesem Zusammenhang heisst "Break a Leg" also nichts anderes wie "Ich wünsch Dir einen Bombenerfolg. Möge Dich das Publikum feiern, selbst wenn sich der letzte Vorhang schon senkt."

 

In diesem Sinne:
"Hals- und Beinbruch"

0 Kommentare

Ich bin Profi und arbeite gerne. Ein Statement und Aufruf

mehr lesen 0 Kommentare

Improvisier um Dein Leben

Ja, es war lange ruhig hier auf dem Blog.
Derzeit bin ich bei den Carl Orff-Festspielen in Andechs engagiert (Die Bernauerin), und auch sonst ist viel zu tun.

Nichtsdestotrotz musste ich gerade sehr lachen, als ich bei Thomas Jäkel dieses Video hier gefunden habe: 

Eine kleine, feine Erinnerung an uns Schauspieler, dass Improvisation in der Tat eine Kunst für sich ist und definitiv Feinarbeit bedarf :-)

Wenn ich da an meine ersten Unterrichtseinheiten "Impro" auf der Schauspielschule zurückdenke... "Tür auf, Tür zu"..."Geschirr aus einem Schrank räumen und Tisch decken"...und das alles ohne Requisiten. War vermeindlich ganz einfach zu bewältigen...nix da! Unser Impro-Lehrer Manfred Rudolf hat uns das bis zum Exzess wiederholen lassen.
Nach wie vor ist Improvisation eine Königsdisziplin für sich, und ich muss sagen "Hut ab" vor denen, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten (gell, Thomas!)

Also, Kollegen!
Einfach beim nächsten Mal auf der Bühne genau hinschauen und überlegen, was man denn eigentlich gerade macht ;-)

Nicht mehr spielen - reagieren ;)

Euer Philipp 

 

PS: An dieser Stelle sei nochmal eindringlichst auf das Buch "The Actor`s Art and Craft" hingewiesen! Ein kleines Juwel, das ich immer wieder lese!

 

The inner me

 

 

 

 

 

With any part you play, there`s a certain amount of yourself in it. There has to be, otherwise it`s just not acting. It`s lying.

 

- Johnny Depp

0 Kommentare

Der Schauspieler ist ein Markenprodukt

Schauspieler Christian Stock
Schauspieler Christian Stock
mehr lesen 0 Kommentare

Mut

mehr lesen 0 Kommentare

Gerd Voss & Lars Eidinger über Lars Eidinger & das Theater an sich

Gerd Voss: Das Interessante am Theater ist, dass man extrem offen ist, dass man auch extrem mit dem anderen umgeht. Entscheidend ist dabei nicht, ob jemand nackt auf der Bühne steht oder sich in Scheiße rumwälzt, sondern dass man sich selbst völlig riskiert. Bei Lars Eidinger sehe ich das. Er ist einer, der sich riskiert und immer wieder infrage stellt. Er sucht.

Lars Eidinger: Ich denke, ich bin immer Lars Eidinger auf der Bühne. Ich habe noch nicht erlebt, dass ich mich so verwandeln konnte, dass ich sagen könnte, ich bin jetzt Hamlet gewesen. Das ist eher vergleichbar mit einem Puppenspieler. Ich stehe da und habe diese Figur vor mir. Spannend ist dann der Austausch zwischen mir und dieser Figur, die mir erlaubt, viel expressiver zu sein, als ich es privat jemals wäre oder sein könnte.

 

Quelle: http://www.zitty.de/gert-voss-und-lars-eidinger.html
Bild: http://images.theage.com.au/2010/12/28/2111467/Lars%20Eidinger%27s%20Hamlet.-200x0.jpg 

 

mehr lesen 0 Kommentare

Keine Antwort ist auch eine?

Ich kann mich noch sehr gut an die ersten Bewerbungen erinnern, anno 2005: Für viel Geld Fotos und Bewerbungsmaterialen gemacht, dann an knapp 250 Theater und Caster rausgeschickt.Tagelang habe ich mich gefreut, gewartet und gehofft auf Antworten, und siehe da: es kamen, wenn überhaupt, fast ausschließlich Absagen zurück.Das war natürlich ein Schlag ins Gesicht. Da ist man ein junger, ambitionierter Schauspieler, noch in Ausbildung, will spielen, aber kein Theater bietet die Chance, wenigstens vorzusprechen.
Unsere Dozentin Dani hat damals einen Satz gesagt, den ich mir gut eingeprägt habe:"Bewerbungen rausschicken und dann erstmal vergessen. Nicht mehr darüber nachdenken, sonst blockiert man sich."
Und sie hat recht. Je weniger man sich dem Erwartungsdruck aussetzt, desto lockerer ist man bei anderen Castings, Bewerbungen, Anrufen etc.
Was mir allerdings total gegen den Strich geht ist die Art, wie Filmhochschulen, Low- und No-Budget-Projekte, freie Theater und Regisseure mit Bewerbungen umgehen.Seit geraumer Zeit hat sich das Internet Gott sei Dank als Bewerbungsmaschine durchgesetzt und man verschickt Links zum Demoband, auf die Homepage und Vita sowie Fotos per eMail.Nur bekommt man in den seltensten Fällen eine Antwort.
Hey, ich nehm mir auch die Zeit und schreibe ein paar Zeilen, wenn ich eine Anzeige auf Crew United, Theaterjobs, Ca:st etc. lese. Immerhin sitzt da jemand, schaltet ein Gesuch und möchte interessante Leute für seine ausgeschriebenen Rollen kennenlernen. Aber auch wenn man auf die Rolle nicht passt, kann man doch zumindest eine standardisierte Antwort erwarten, oder?
Was ist denn in Zeiten von eMail und Internet dabei, einfach ein kleines "Sorry, passt nicht, danke für Deine Bewerbung" zu schreiben?
Ihr Jungregisseure, Produzenten, Film- und Theaterleute mit großen Zielen, auch Höflichkeit und Freundlichkeit gehört zum Geschäft.
Erst vor Kurzem habe ich das dritte Mal auf eine Anzeige von einem gewissen XY geantwortet und das dritte Mal keine Antwort bekommen.Was hält diesen "Regisseur" in Ausbildung davon ab, ein paar Zeilen zurückzuschreiben?
Ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass ich weiterhin meine Mailings rausschicke, immer höflich, aber mittlerweile doch um einiges kürzer, kompakter und direkter als vor einem Jahr.Denn auch mir wird die Zeit nicht bezahlt.
Es geht um einen (bezahlten/unbezahlten) Job und um einen Kontakt, der beiden Seiten etwas bringen soll.

1 Kommentare

Sie re:Agierten auf den 99Fire-Films Award

Man muss schon blind, taub und v.a. internetabstinent sein, um die diesjährige Aktion 99Fire-Film Award verpasst zu haben. Allein auf Facebook wurde von diversen Kollegen immens Werbung für ihre Produktion gemacht, und auf allen gängigen Netzwerken wurde man mit der Aktion konfrontiert.

Ich persönlich halte Aktionen wie den 99Fire-Film Award oder die Self-Made-Shorties beim Filmfest 2011 für ne interssante Sache, fördert sie doch die Kreativität der "Hobbyregisseure, Filmverrückten, Studenten, Werber und kreativen Köpfe", und der Gewinnerfilm von Kollegin Anna Ewelina beweist, dass es nicht immer Special Effects und großes Tammtamm braucht, um in knapp 99 Sekunden eine gute Geschichte zu erzählen:

 

 

Doch stellen diese Wettbewerbe natürlich gewisse Regeln und Konditionen auf, wie in diesem Fall:

Der Einsender erklärt sich bereit, dass 99 Films Deutschland die übertragenen Rechte an Dritte weiterübertragen kann und diese ebenso berechtigt seien sollen, den Film kommerziell zu verwerten. Daher verzichtet der Einsender darauf, den Film an Dritte für eine kommerzielle Verwertung zu lizensieren oder sonst kommerziell auszuwerten.
(siehe Link unter Veröffentlichung

Darüber haben sich andere Filmemacher aufgeregt und re:agiert:

 

 

Die Frage ist nun: zurecht?

Was haltet Ihr von der Sache?

Selbstverantwortung

Kleiner Reminder an alle Kollegen, die gern über ihre Agentur oder die Caster schimpfen.Man sollte erstmal sich selbst eine eigene Vermarktungsstrategie überlegen, und dann allerhöchstens bei den unzähligen Schauspielschulen nach einer "Schuld" suchen, die jährlich Tausende von potentiellen Arbeitslosen auf den Markt werfen.Ich behaupte, dass in 80% aller Schulen kein realistisches Bild von der tatsächlichen Marktsituation vermittelt wird. Und das ist die Crux.

0 Kommentare

Loriot über die Sprache auf deutschen Bühnen

Aus einem Interview mit Loriot aus dem Jahre 1998:

 

"...Ich habe den Eindruck, dass auf unseren Bühnen Sprache nicht genügend ernst genommen wird. Die Begeisterung für Sprache, die Begeisterung, sie von der Bühne in den Zuschauerraum zu bringen, diese Begeisterung hat meiner Ansicht nach einer gewissen Körpersprache Platz gemacht. Wir haben zu wenig Augenmerk auf das gesprochene Wort. Und das ist eigentlich das, was im Theater stattzufinden hat. Was hat das Publikum von einem Drama, bei dem es die Worte und den Sinn nicht ganz versteht? Dass man einen guten Schauspieler oder einen beweglichen Menschen sieht, das reicht nicht. Er muss etwas transportieren, was vielleicht vor ein paar hundert Jahren geschrieben und gedacht worden ist und was an Gültigkeit nicht verloren hat. Wenn er das nicht rüberbringt, kann er es auch lassen."

0 Kommentare

Ich seh in Dein Herz, sehe gute Laune, schlechte Laune. Eine Darsteller-Reality-Soap

mehr lesen 0 Kommentare

Die ganze Welt ist Bühne?

 

"Die ganze Welt ist Bühne, und alle Männer und Frauen bloße Spieler. Sie treten auf und gehen wieder ab...", schrieb Shakespeare.

 

Wahre Worte.

Doch gilt das auch umgekehrt? Ist alles, was auf der Bühne stattfindet, real?
Gute Frage, schnelle Antwort: Nein. Wäre es real, würden der Großteil an (arbeitenden) Schauspielern nicht mehr spielen: entweder wären sie im Gefängnis wegen Mord, oder tot, da auf der Bühne ermordet.

Wenn das, was auf der Bühne stattfindet, wirklich real wäre, hätte die Bühne an sich keine Berechtigung mehr. Es wäre eine Gladiatoren-Show, ein Circus, aber keine Darstellung.
Schauspieler spiegeln Realität wider, aber aus einer Distanz heraus.

Insofern hat der Begriff "Schau-Spieler" schon seine Berechtigung. Es ist ein Spiel. Ein Spiel mit den Sinnen, mit der Realität, mit der Frage "sein oder nicht sein". 

Doch um eine wahrhaftige Darstellung des Lebens auf der Bühne zeigen zu können, ist es essentiell, dass die Darsteller wenigstens im Probenprozess die innere Haltung, das Gefühl, die Handlung einmal durch-"leben". Und somit für sie real ist. Um dann während der Vorstellung mit gewisser distanzierter Betrachtung dem Publikum die Situation "vor-spielen" zu können.

Der englische Ausdruck "actor" ist meiner Meinung nach treffender als "Schauspieler". 
Der Zuschauer kann nur dann das Gefühl haben, dass das was auf der Bühne passiert das "wahre Leben ist", wenn die Darsteller aufeinander reagieren. Aktionen zeigen. Echte Aktionen.
Wenn es im Text heisst "Julia trinkt das Gift", und die Darstellerin tut nur so, als ob sie trinken würde, es ist nicht echt, und der Zuschauer merkt es. Aktion ist angesagt.

Wenn Romeo kommt und schon beim Betreten der Gruft weiß, dass Julia tot ist, dann sieht man das. Man sieht: es ist gespielt. "Romeo" muss also die Gruft betreten und sich dann vor Ort wirklich "versichern", dass das Gerücht um den Tod seiner Geliebten stimmt. Er reagiert auf den vermeindlichen Verlust und nimmt sich das Leben. Wenn Julia erwacht, und sie weiß schon, dass Romeo tot neben ihr liegt, ist es nicht mehr "wahrhaftig". Auch sie muss schmerzlich erkennen, was eben in ihrer Bewusstlosigkeit geschehen ist, um sich dann das Schwert in die Brust zu rammen, als Reaktion auf die Situation.

To act or not to act, that is the question.

Agieren und reagieren. Nicht spielen.

Natürlich ist das Theater ein Spiel. Ein "Was Wäre Wenn". Aber um zu erfahren, wass denn wäre, wenn... muss man es erst einmal durch-leben, und dann kann man es Abend für Abend neu er-leben. 

0 Kommentare

Impressionen vom Set

mehr lesen 0 Kommentare

DVD-Tipp: "The Comeback" mit Lisa Kudrow

mehr lesen 0 Kommentare

Das kann ich nicht spielen, der Text ist schlecht

“Ne, sorry, das spiele ich nicht, der Text ist schlecht.”

 

Unter uns:Wer kann sich das heute, bei der momentanen Arbeitsmarktsituation, als Schauspieler leisten?

Wenn man nicht gerade im festen Engagement ist oder das Glück hat, in mehrere Film – und Fernsehproduktionen eingebunden zu sein, so freut man sich doch über (fast) jedes Jobangebot.

 

Leider kommt es dabei auch vor, dass ein Stück / eine (Fernseh-)Rolle angeboten wird, welche(s) auf den ersten Blick nicht viel hermacht. Man liest den Text und denkt sich: “Um Himmels Willen, das ist ja total flach. Das kann doch nicht der Ernst des Autoren sein!”.

Doch, ist es.

 

So, was macht man nun? Vertraut man auf die Fähigkeiten der Regie? Auf die eigenen Fähigkeiten? Beisst man die Zähne zusammen, sagt zu, unterschreibt den Vertrag und ärgert sich täglich bei den Proben blaue Flecken an die Magenwände, immer mit dem Mantra “Tu es für`s Geld!”.

 

Die Entscheidung ist für viele Freiberufler nicht leicht.

Es gibt diejenigen, die einfach alles annehmen, um irgendwie DEN Fuß in die Tür zu kriegen (…”Irgendjemand sieht mich dann und erkennt mein Talent, dann hagelt es die guten Aufträge, gaaanz bestimmt!!”), und es gibt diejenigen, die kategorisch einfach erstmal alles ablehnen (….”Wiee, ich spiel nicht den Faust?! Ne, also, den Valentin spiel ich nicht. Ich spiele nur Hauptrollen. Ja, ich weiß, ich komm grad frisch von der Schauspielschule, ja und?!?!”).

 

Und es gibt diejenigen, die abwägen und sagen: “Ich mach das Beste darauf und arbeite zumindest in dem Beruf, den ich gelernt habe.”

 

Irgendwann ist allerdings der Punkt erreicht, wo das auch nicht mehr befriedigend ist. Man bleibt auf der Stelle stehen, wenn man sich für “die gewissen Sachen” hergibt und einfach alles spielt, was andere abgelehnt haben.

Natürlich geht es auch ums Geld. Man muss abwägen, ob es (1.) finanziell lohnenswert ist und (2.) die eigenen Fähigkeiten fordert und einen nicht zurückwirft.

 

“Das kann ich nicht spielen, der Text ist schlecht!” ist eine Ausrede. Nahezu jeder Text ist spielbar, wenn er inszeniert wird. Es ist eine Herausforderung, sich mit dem Text auseinanderzusetzen und zu suchen, was er mir sagt, und was ich dem Publikum sagen möchte.

Im Falle von Heiner Müllers “Hamletmaschine” fragt man sich bestimmt oft im Theater, was das Ganze soll. Aber Herr Müller hat sich was dabei gedacht. Erst wenn sich der Text dem Schauspieler erschließt, kann er sich dem Publikum erschließen.

Falk Richters “Electronic City” oder Dylan Thomas`”Unter dem Milchwald” erscheinen beim reinen Lesen auch seltsam anmutend, komisch und nicht spielbar. Auf der Bühne, mit den richtigen Mitteln geht es.

 

Und im Fernsehgeschäft ist es nicht anders: klar haben Soaps, Telenovelas und diverse “Reality Shows” nicht unbedingt die oscarverdächtigsten Bücher, aber sie dienen einer Sache, und zwar der Unterhaltung. Und, noch viel mehr als auf der Bühne, ist die Aufgabe des Schauspielers, genau das zu bedienen.

 

Wenn ich für eine Szene, in der ich gefühlte fünfzehn Mal bestätige “Ich liebe Madelene aber von ganzem Herzen und heirate sie, obwohl sie die Zwillingsschwester meiner Cousine 5. Grades ist und das uneheliche Kind von Onkel Konrad und meiner besten Freundin Heidi aka Tante Heidi!“, meine 1000 EUR Tagesgage bekomme, dann ist der Text für mich spielbar.

 

Und wenn ich noch einmal von einem Regisseur höre: “Das Stück ist scheisse, das kann man einfach nicht inszenieren!”, dann beisse ich die Zähne zusammen, hole tief Luft, suche mir die Bögen für meine Figur und denke an das Geld.

 

Andere Meinungen herzlich willkommen.

mehr lesen 0 Kommentare

Lähmende Resignation

“Schauspieler gesucht, perfekte Englischkenntnisse vorausgesetzt.” / “Tänzerisch stark, gesanglich gute Darsteller gesucht!” / “Schauspieler bis max. 24 für große Hauptrolle gesucht!” / “Voraussetzung: eigenes Auto.” / “Tolle Rolle, aber leider kein Geld. Gut für den Lebenslauf.” / “Sehr junger Schauspieler oder jungenhafte Schauspielerin gesucht.” / “Native Speaker!” / “Exzellenter Sänger mit großer Bandbreite an schauspielerischem Können gesucht.” / “Bitte NUR Hamburg und Umgebung. Gage: 2000 EUR für 3 Vorstellungen.” / etc. etc. etc.

 

Wer kennt es nicht, die lähmende Resignation, wenn man sich auf Theaterjobs und anderen Portalen einloggt, mit großer Bewerbungslust. Alle Fotos bereitgestellt, die Vita aktualisiert, ein gutes Anschreiben formuliert, und schon kann es losgehen.

mehr lesen 0 Kommentare

Applaus, Applaus

mehr lesen 0 Kommentare

Routine auf der Bühne

Gestern Abend war ich im Theater. Boulevard. Mit Kollegen / Freunden auf der Bühne, die ich seit Jahren kenne, schätze und mit denen ich selbst schon gespielt habe.
Gestern konnte ich ein Phänomen beobachten, dass mir zwar klar war, aber gestern das erste Mal richtig bewusst wurde: die Routine.
Nehmen wir das Beispiel "Boulevard": die Kollegen spielen das Stück knapp 100 Vorstellungen in der Reihe, quasi täglich - mit einem freien Tag in der Woche. Bei der Premiere ist es noch spannend zu sehen, wie das Publikum reagiert, die nächsten 10 Vorstellungen ist es noch aufregend, die Rollen zu erforschen, das Timing/die Gags noch präziser zu platzieren, den Kontakt zum Bühnenpartner zu halten.Und irgendwann merkt man, dass es läuft. Es läuft halt, irgendwie. Die Routine kehrt ein. Man macht seinen Job, professionell wird Abend für Abend das Stück gezeigt, wie ein Kinofilm, der von der einen Spule auf die andere läuft, während die Zuschauer unten sitzen und in eine andere Welt gezogen werden.
Ich selbst hatte ja meine langjährige Erfahrung mit Dinnertheater gemacht, und was ich dort gelernt habe war, selbst in Momenten, die mich zutiefst ankotzen und persönlich langweilen, Professionalität zu bewahren und routiniert das Stück am Laufen zu halten.Irgendwann merkt man, nach der 150. Vorstellung, dass der Körper automatisch seine Position einnimmt, die Stimme sich genau so hebt und senkt wie man es halt schon die letzten 149 Vorstellungen zuvor auch getan hat. Man spult es irgendwie runter.Das ist ein erschreckender Moment, der aber wie in jedem Beruf einfach dazugehört!Die Routine macht das Theater und den Schauspielberuf zu dem, was er ist: ein Beruf.
Wenn ein Chirurg bei jeder Herz-OP erneut "Lampenfieber" hat und nervös ist, dann wäre das denkbar schlecht für den, der da gerade auf dem Tisch liegt.
Als ich gestern im Publikum saß und meine wunderbaren Kollegen auf der Bühne gesehen habe, hat mich das nicht sonderlich berührt. Das Stück lief, hatte ein gutes Timing, war nett anzusehen. Aber es hat mich nicht in seine Welt gezogen.Ich habe meinen Kollegen beim Arbeiten zugeschaut. Sie nicht in ihren Rollen gesehen.Das bedeutet nun nicht, dass sie schlecht waren, sondern dass die Routine, die jeder Schauspieler kennt /kennen sollte, eingetreten ist und somit auch als solche erkennbar war.
Das restliche Publikum war, soweit ich das sehen konnte, vom Stück in dessen Bann gezogen. Sie haben gelacht, haben sich auf diese Welt eingelassen und waren gespannt, was wohl passieren wird.
Für mich war es vor allem spannend zu sehen, wie Kollegen mit ihrer Routine umgehen und ob sie ihre Rollen einfach herunterspulen oder präzise arbeiten.Und das ist ihnen gestern (zumeist) gelungen.
Die Routine macht den Meister. 

0 Kommentare