Der Schauspieler ist ein Markenprodukt

Schauspieler Christian Stock
Schauspieler Christian Stock

Der Schauspieler und Produzent Antoine Monot, Jr. hat auf www.casting-network.de ein Interview gegeben, und das ist absolut lesenswert.


Ich gebe Antoine in jedem Punkt recht, v.a. wenn er über den Schauspieler als Markenprodukt spricht.
Es liegt in unseren Händen, liebe Kollegen! Nicht die Verantwortung abgeben an die Agenturen, sondern erstmal selbst überlegen: Was genau will ich, wer bin ich, wohin will ich?

Antoine nutzt übrigens die sozialen Netzwerke Facebook & Twitter in vorbildlicher Weise (darauf wird auch im Interview eingegangen). Und seine Homepage präsentiert ihn sehr vielfältig. So soll es sein. Wir sind unsere eigene Marke. Wir haben es selbst in der Hand.

Hören wir also auf mit dem Gejammer, dass es ja so furchtbar schwierig ist auf dem übersättigten Markt. Jaaaa, das ist es! Aber dann heisst es umso mehr auf sich aufmerksam zu machen.

Nicht nerven, aber sich bewusst, überlegt und individuell präsentieren.

Hier ein paar Auszüge aus dem Interview (das komplette findet Ihr hier

 

Antoine: Hierzulande haben wir Schauspieler größtenteils noch nicht kapiert, wer wir sind, und zwar als Marke gedacht. (…) Alle haben immer diese Angst davor: „Ich will auf gar keinen Fall immer das gleiche spielen”. Diese Ansicht widerspricht im Grunde allen marktwirtschaftlichen Gegebenheiten.

Wir Schauspieler versuchen genau das Gegenteil. Wir versuchen unsere Kunden zu überzeugen, dass wir nicht nur Salat haben, sondern auch Burger und Pizzen und Calamari-Ringe und Haxe und ein bisschen Italienisch auch noch. (…) Das Hauptproblem ist, dass wir uns nicht als Produkt begreifen, sondern unsere ureigenste Erfüllung erleben wollen.

Frage: Wie wichtig findest Du soziale Netzwerke grundsätzlich für unseren Berufsstand? Glaubst Du, dass es als PR Fläche sinnvoll sein kann?

Antoine: Also jeder, der das für sich nicht nutzt, auf Facebook zu sein, und sich keine genaue Strategie überlegt, wie er dort kommuniziert, und warum er dort ist, der verschenkt etwas. Im schlimmsten Fall bleibt das Bild hängen, dass die Person langweilig ist. Jeder der ohne Strategie daran geht, verschenkt sogar ganz viel. Das ist eine ganz wichtige Plattform für uns geworden.

Ein wichtiger Gedanke ist dann auch, wer unsere Zielgruppe ist. Das Publikum oder die Branche? Sind wir ein Business-to-Consumer oder ein Business-to-Business-Unternehmen? Business-to-Consumer heisst, dass das Publikum unsere Zielgruppe ist. Ist dem aber wirklich so? Oder ist unser potentieller Arbeitgeber unsere Zielgruppe? Ich glaube, wir müssen uns darüber noch sehr viele Gedanken machen.

 

 Hier noch ein paar Gedanken von Kollege Marco Mehring zum Thema "Der Schauspieler ist ein Markenprodukt" :)


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